Wie kann ich mich begleiten lassen?

Hebammenbetreuung kann unterschiedlich aussehen.

Anspruch hat jede Frau in Deutschland laut der Hebammengebührenverordnung. Gesetzliche Versicherungen übernehmen diese. Inbegriffen sind hier:

  • Erstgespräch (Information und Kennenlernen)
  • Schwangerenvorsorgeuntersuchungen (Befinden, Gespräch, Blutdruck, Urinkontrolle, ggf. Blutabnahmen und vaginale Abstriche, Kindswachstum,- lagekontrolle und kindliche Herztöne (per Ultraschall oder Pinard Hörrohr)
  • Hilfe bei Schwangerenbeschwerden (z.B. Übelkeit, Wassereinlagerungen, Krampfadern, Ernährungsberatung, Ängste u.v.a)
  • Geburtsvorbereitungskurse (alleine oder mit Begleitperson)
  • Hausgeburt, Geburt im Krankenhaus mit Beleghebamme (1:1 Begleitung) oder mit einer angestellten Hebamme, Hausgeburtshebamme oder Praxisgeburt
  • Wochenbettbetreuung (ersten 10 Tage bis 2 Mal täglich möglich und dann nach Bedarf weitere 16 Hausbesuche in den ersten 8 Wochen nach der Geburt und weitere 4 Stillberatungen innerhalb der gesamten Stillzeit möglich
  • Rückbildungsgymnastikkurs (Beckenbodenstabilisierung und Kräftigung ab 6-8 Wochen nach der Geburt)
  • Telefonische Beratungen nach Bedarf
    • Private Kassen übernehmen i.d.R. auch die Gebührenverordnung (erkundige Dich am besten bei Deiner Kasse)
    • Selbstzahler vereinbaren einen Vertrag mit der Hebamme

Bei unauffälligen Schwangerschaften darf sich jede Frau auch für die ausschliessliche Hebammenbegleitung entscheiden.

Bei wesentlichen Auffälligkeiten wie z.B. mütterlicher Diabetis oder Zwillinge ist es immer empfehlenwert sich parallel auch von der Gynäkologin/dem Gynäkologen oder dem jeweiligen Facharzt begleiten zu lassen.

Wichtig ist es auf jeden Fall, sich schon bei Schwangerschaftsbeginn nach einer "eigenen" Hebamme als-zusätzliche- Gesprächsberaterin zu kümmern. Sehr spät kann es schwer werden eine passende oder überhaupt eine Hebamme zu finden, die noch Kapazitäten hat.

Nicht jede Hebamme bietet alles an. In diesem Fall darf sich jede Frau auch von verschieden Hebammen begleiten lassen. Z.B. den Kurs bei einer Hebamme besuchen und sich von einer anderen Hebamme in Vor-und Nachsorge begleiten lassen. Sicher ist es immer gut im Grossen und ganzen kontinuierlich bei einer Begleitung zu bleiben.

U1-erste Untersuchung des Neugeborenen direkt nach der Geburt
U1-erste Untersuchung des Neugeborenen direkt nach der Geburt
Tragetuch
Tragetuch

Verwaiste Eltern

Sollten Sie den Verlust einer Schwangerschaft-egal zu welchem Zeitpunkt-erleben, haben Sie auch Anspruch auf Begleitung und Trauerhilfe durch eine Hebamme. Melden Sie sich gerne, denn Sie haben auch hier die Möglichkeit zu gebären und in Ihrem eigenen Tempo Abschied zu nehmen. Es muss nicht immer gleich in die Klinik zur Vollnarkose und Ausschabung. Es geht auch anders. Fragen Sie Ihre/Ihren Gynäkologin/Gynäkologen und Ihre Hebamme! Und geben Sie diese Information an Familie und Freunde weiter! Danke.

Das Balance Zentrum steht auch mit Rat und Tat zur Seite

http://www.fpz-berlin.de/